Infos von uns

ALLGEMEINE HINWEISE des
EUROPE DIRECT Informationszentrum SACHSEN-ANHALT / MAGDEBURG

09.10.2018

Die eigene Kultur entdecken

Dieses Jahr findet das Europäische Jahr des Kulturerbes statt. Aber was ist das überhaupt? Und warum feiern wir das?

Wenn du in deiner Stadt aus der Türe trittst, umgibt dich Kulturerbe – in der Architektur, den Statuen und Denkmälern und den Handwerkerläden in der Innenstadt. Und deine Oma kocht vielleicht immer noch nach dem alten Familienrezept ihrer Großmutter. Genau das ist Kulturerbe. Wir finden es in allen möglichen Ecken und Winkeln, vielleicht ganz offensichtlich wie die alte Kirche auf dem Marktplatz, vielleicht ganz versteckt wie die Märchen, die wir unseren Kindern vorlesen.

Um darauf aufmerksam zu machen, setzte die Europäische Kommission das Jahr 2018 unter das Motto: „Unser Erbe: Bindeglied zwischen Vergangenheit und Zukunft“. Das ganze Jahr über veranstalten die Europäischen Institutionen Konferenzen, Festivals, Wettbewerbe und Foren zu den unterschiedlichsten Themen in ganz Europa. Es geht darum, aufzuzeigen, wie unser heutiges Leben noch von Traditionen und Kultur durchdrungen ist und vor allem, dass es nicht nur ein deutsches, ein polnisches, französisches oder belgisches Kulturerbe gibt. Die Ländergrenzen haben sich in den letzten Jahrhunderten so oft verschoben, dass es auf dem europäischen Kontinent große Überschneidungen in Geschichte und Kultur gibt. Unser Deutschland von heute wäre nicht denkbar ohne die gemeinsame Geschichte mit Frankreich oder Polen und die Einflüsse türkischer und italienischer Gastarbeiter.

Hier geht’s zur offiziellen Webseite des Europäischen Kulturerbejahres 2018 mit allen Veranstaltungen.

Speziell für LehrerInnen hat die Europäische Kommission einen Werkzeugkasten erstellt, der kreative Anreize gibt, wie das Thema im Unterricht bearbeitet werden kann.
Diesen Werkzeugkasten und weitere Materialien für LehrerInnen finden Sie in unserem Bereich für Lehrpersonal.

 

 

08.10.2018

„Different tastes of Europe“

Fabian und Yldau, Louis und Luisa, Susann und Kenneth, Luna und Achilleas – Anfang des Jahres waren das noch acht von 2.000 Jugendlichen, die sich für das „Road Trip Project“ der Europäischen Kommission beworben haben. Am Ende des Sommers hatten sie alle etwas gemeinsam: Sie durften 30 Tage lang Kultur, Geschichte und Einheit Europas hautnah erleben. „Das Road Trip Project war für mich eine Erfahrung, die mein Leben verändert hat“, berichtet Achilleas aus Griechenland. Zusammen mit der Spanierin Luna war er im Juli und August auf der „Baltischen Route“ unterwegs. Gestartet sind sie in Finnland und kamen nach ihrer Reise durch sechs verschiedene Länder der EU in Berlin an. Die Europäische Kommission hat ihnen und den sechs anderen ermöglicht, rund 100 EU-Projekte in über 20 Ländern zu besuchen. „It was like different tastes of Europe“, erzählt der Belgier Louis – „wie verschiedene Geschmäcker Europas“.

Im Anschluss an ihr großes Abenteuer haben die „Travellers“ alle ihre Erfahrungen im Internet und auf sozialen Netzwerken als „alternativen Reiseführer“ veröffentlicht. Alle Reiserouten, Berichte und nützlichen Tipps, aber auch Informationen über andere EU-Programme für Jugendliche findet ihr hier.

 

 

02.10.2018

Die Europäische Kommission investiert 52 Millionen Euro in deutsche Projekte

Insgesamt werden 49 Projekte in ganz Europa mit insgesamt 700 Millionen Euro unterstützt. Ziel ist die Entwicklung einer sauberen und innovativen Mobilitätsinfrastruktur in Europa für alle Verkehrsträger, vor allem durch eine stärkere Nutzung alternativer Kraftstoffe, von Elektrofahrzeugen und Wasserstoff sowie die Modernisierung des Flug-, Binnenschiffs- und Schienenverkehrs. Von diesen 49 Projekten befinden sich sechs innerhalb Deutschlands, drei davon mit deutscher Beteiligung.

Weitere Informationen zu den jeweiligen Projekten finden Sie hier.

 

 

27.09.2018

Mögliche Kartellabsprachen im „Fünferkreis“ der Autohersteller

Am letzten Dienstag (18.09.18) hat die Europäische Kommission eine Prüfung möglicher Absprachen zwischen BMW, Daimler, Volkswagen, Audi und Porsche eingeleitet. Die Kommission wird in erster Linie untersuchen, ob die Unternehmen vereinbart haben, die Entwicklung und Einführung von Emissionsminderungssystemen für im Europäischen Wirtschaftsraum verkaufte PKW einzuschränken. Dabei handelt es sich um Technologien zur Verringerung der Emissionen von PKW. Falls dieser Verdacht zutreffen sollte, hätten die Hersteller den Verbrauchern die Möglichkeit vorenthalten, umweltfreundlichere Autos zu kaufen, obwohl die entsprechenden Technologien zur Verfügung standen. Das Prüfverfahren wird von der Kommission vorrangig behandelt und ergebnisoffen geführt.

Weitere Hintergrundinformationen erhalten Sie hier.

 

 

27.09.2018

Streit über die Unabhängigkeit der Justiz in Polen

Am 3. April 2018 wurde in Polen das Pensionseintrittsalter für Richter des Obersten Gerichts gesetzlich herabgesetzt, womit 27 der 72 derzeit amtierenden Richter zwangsweise in den Ruhestand geschickt werden könnten. Laut der Europäischen Kommission verstößt dieses Gesetz gegen EU-Recht, da es den Grundsatz der richterlichen Unabhängigkeit und insbesondere auch der Unabsetzbarkeit von Richtern untergräbt. Auch nach mehrfacher Aufforderung zur Stellungnahme, konnten die rechtlichen Bedenken nicht ausgeräumt werden. Die Kommission hat deshalb beschlossen, die nächste Stufe des Vertragsverletzungsverfahrens einzuleiten und den Europäischen Gerichtshof anzurufen. Die polnische Regierung ist derzeit bemüht, die Umsetzung des Gesetzes zu beschleunigen, sodass man bestrebt ist, beim Europäischen Gerichtshof ein möglichst schnelles Verfahren zu erwirken.

Hintergrundinformationen sowie weitere Details finden Sie hier.

 

 

26.09.2018

„Sprachenvielfalt ist Teil der DNA der EU“

Wie wahr diese Aussage des EU-Kommissars Navracsics ist, zeigen uns aktuelle Fakten: Europa ist ein Kontinent mit über 200 verschiedenen Sprachen, allein zu den Amtssprachen der EU gehören 48, außerdem haben wir über 60 Regional- und Minderheitssprachen, die unsere Kultur zusätzlich prägen. Fast alle Schüler in der EU (98,6 Prozent) im Sekundarbereich I erlernten 2015 mindestens eine Fremdsprache, über die Hälfte zwei oder mehr Fremdsprachen. Um diese Sprachenvielfalt zu würdigen und sprachliche Bildung zu unterstützen, wird heute in ganz Europa der jährliche „Europäische Tag der Sprachen“ im Rahmen des Europäischen Jahres des Kulturerbes begangen. Die gesamte Woche über werden in Europa verschiedenste Veranstaltungen rund um Sprache, Sprachvielfalt und Bildung abgehalten – ob klassisch in Schulen und Bibliotheken, oder in Form von „speak-dating“ und Poetry-Slams.

Zur offiziellen Seite des Europäischen Tags der Sprachen mit allen Veranstaltungen geht es hier.

 

 

13.09.2018

„Es ist an der Zeit, dass Europa sein Schicksal selbst in die Hand nimmt“

In seiner letzten jährlichen Rede zur Lage der Europäischen Union betonte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, die EU müsse sich als souveräner Akteur der Weltpolitik etablieren. Darüber hinaus kündigte er die weiteren Vorgehensweisen und Neuerungen zu den Themen Sicherheit, Migration und Grenzmanagement, Afrika und Investitionsoffensive, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, Zeitverschiebung und Bekämpfung der Geldwäsche an.

Neben generellen Investitionen in Cyber-Sicherheit schlug Juncker eine strengere Bekämpfung terroristischer Inhalte im Netz, außerdem die Ausweitung des Mandats der Europäischen Staatsanwaltschaft auf die Bekämpfung des grenzübergreifenden Terrorismus vor. Beim Thema Migration soll die EU-Asylagentur ebenso wie die Grenz- und Küstenwache der EU besser ausgestattet werden, außerdem sollen strengere Regelungen zur Rückführung bei illegalem Aufenthalt, aber auch Möglichkeiten zur legalen Einwanderung eingeführt werden. Juncker forderte insgesamt eine effizientere Beschlussfassung in Themen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik.

Er befürwortete generelle Investitionen außerhalb der Europäischen Union, insbesondere in Afrika, wo man ein europäisch-afrikanisches Bündnis anstrebe, um die Wirtschaftsbeziehungen zu vertiefen und somit Investitionen und Arbeitsplätze zu fördern.

Ferner möchte die Europäische Kommission einen Vorschlag zur Abschaffung der Zeitverschiebung einbringen. Für die Europawahlen im Mai 2019 sollen faire und freie Wahlen gewährleistet werden.

Positive und greifbare Ergebnisse zu 18 Initiativen aus den genannten Themenbereichen sollen bis zu eben diesen Wahlen erarbeitet werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

28.6.2018

EUROPÄISCHER RAT – Fällt Europa auseinander?

Die Gespräche zwischen den Staats- und Regierungschefs beginnen heute Nachmittag mit einem Meinungsaustausch über Sicherheit und Verteidigung mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Es folgt eine Arbeitssitzung zu den Themen Beschäftigung und Wachstum, Innovation und Digitales, Mehrjähriger Finanzrahmen und Handel. Bei einem Arbeitsessen werden die Staats- und Regierungschefs am Abend die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten sowie die Migrationspolitik erörtern.

Präsident Juncker wird zusammen mit Ratspräsident Tusk am Donnerstag nach der Arbeitssitzung und vor dem Arbeitsessen sowie am Freitag nach dem Euro-Gipfel jeweils eine Pressekonferenz abhalten, die Sie live bei EbS verfolgen können.

Die Kommission hat drei Beitrage für die Staats- und Regierungschefs veröffentlicht:

1. Zur Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion und über das weitere Vorgehen, das auf dem umfassenden Euro-Gipfel am 29. Juni erörtert werden soll; euco-emu-booklet-june2018_de

2. zum nächsten langfristigen EU-Haushalt;euco-budget-booklet-june2018_de

3. Zur Migration: ein Überblick über die Arbeit der letzten drei Jahre an der von der Juncker-Kommission im Mai 2015 vorgeschlagenen Europäischen Agenda zur Migration und die Bereiche, in denen die Staats- und Regierungschefs die Debatte über Migration vorantreiben können.

euco-migration-advancement-june-2018_de

june-2018-future-asylum-reform_de

 

 

1.6.2018

EU-Haushalt: Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2020

Für den nächsten mehrjährigen EU-Finanzrahmen für die Jahre 2021 bis 2027 schlägt die Kommission eine Modernisierung und Vereinfachung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vor.

Mit einem Mittelvolumen in Höhe von 365 Mrd. EUR gewährleisten diese Vorschläge, dass die GAP eine zukunftsorientierte Politik bleibt, die Betriebsinhaber und ländliche Gemeinschaften auch weiterhin unterstützt, zu einer nachhaltigen Entwicklung der EU-Landwirtschaft führt und die ehrgeizigen Ziele der EU in Sachen Umwelt- und Klimaschutz widerspiegelt. Mit den heutigen Vorschlägen erhalten die Mitgliedstaaten mehr Flexibilität und wird ihnen mehr Verantwortung übertragen, wenn es darum geht, wie und wo sie ihre GAP-Mittel einsetzten wollen, um die auf EU-Ebene festgelegten ehrgeizigen Ziele zu erreichen und so zu einem intelligenten, krisenfesten, nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Agrarsektor zu gelangen, während gleichzeitig eine faire und gezieltere Einkommensstützung für Landwirte gewährleistet wird.
Weitere Informationen und die Verordnungsvorschläge finden sie hier!

Das EDIC Sachsen-Anhalt (MD) plant hierzu eine große Konferenz im Herbst 2018.

 

25.5.2018

Wissenswertes zur EU Datenschutz-Grundverordnung

Heute, am 25. Mai 2018 tritt die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU in Kraft. Viele sehe darin einen Meilenstein im Datenschutz in Europa.

Die neue Regelung der Datenverarbeitung innerhalb der EU soll einerseits die Rechte der Bürgerinnen und Bürger schützen und die Durchsetzung von erheblichen Strafen für Vergehen gegen das Datenschutzgesetz, besonders mit Hinblick auf große Internet-Konzerne wie Facebook und Google, ermöglichen. Gleichzeitig stellt sie aber auch die mit der Umsetzung beauftragten Behörden vor ein Dilemma.

Trotz der jahrelangen Vorbereitung und Ankündigung der Verordnung (schon im Januar 2012 stellte die EU-Kommission ihren Gesetzesvorschlag vor) beklagen die Europäischen Behörden Mangel an Personal, das für die stringente Umsetzung der Richtlinien dringend benötigt würde. Demnach seien 17 von 24 befragten nationalen Datenschutzbehörden nicht ausreichend mit Personal und rechtlichen Kompetenzen ausgestattet, wie die Nachrichtenagentur Reuters bekannt gab. Datenschützer hatten schon vor Jahren auf die Dringlichkeit einer Personalaufstockung in diesem Bereich hingewiesen.

Die bedeutendste Datenschutzbehörde innerhalb der EU, der irische Datenschutzkommissar, hielt sich zu diesem Thema bedeckt, was vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Konzerne wie Facebook ihren EU-Hauptsitz in Irland haben, erstaunlich ist.

Vor der DSGVO war eine Verfolgung und Ahndung von Datenschutzverletzungen nahezu unmöglich. Die neue Regelung sieht nun allerdings vor, Konzerne im Falle von erheblichen Verstößen mit finanziellen Strafen in einer Höhe von bis zu 4% ihres globalen Jahresumsatzes zu sanktionieren.

Dies klingt in der Theorie solide, bringt jedoch gleichzeitig ein umfangreiches Verfahren mit sich. Mit der DGSVO können künftig alle Bürger*innen direkt in ihrer Landesdatenschutzbehörde Beschwerden gegen Internetkonzerne wie Facebook einreichen. Dies ist als das „One-Stop Shop“ Prinzip bekannt. Das Verfahren wird im nächsten Schritt allerdings von Facebooks Hauptniederlassung geleitet, die sich in den Bereichen Marketing und Werbung in Hamburg befindet, in allen anderen Bereichen allerdings in Dublin. Somit verlieren die deutschen Behörden bei einer solchen Beschwerde zum Teil ihre Zuständigkeit und spielen lediglich die Rolle des Vermittlers oder können tätig werden, wenn die Behörden in Dublin untätig bleiben.

Des Weiteren können Themen allerdings auch dem Europäischen Datenschutzausschuss, der als Gremium bestehend aus allen nationalen Datenschutzbehörden mit Inkrafttreten der DGSVO aktiv wird,  vorgelegt werden.

In Deutschland haben sich laut einer Umfrage der netzpolitik.org die 16 Landesdatenschutzbehörden als unsicher über die praktische Umsetzung von Beschwerden geäußert (Näheres hierzu hier). Unterstützung finden sie im Büro der Bundesbeauftragten für Datenschutz, obwohl die Handlungsmacht in Fällen von Beschwerden gegen Google Facebook und weitere Konzernen weiterhin auf irischer Seite liegt, die laut Reuters allerdings finanziell ebenfalls unzureichend ausgestattet sei.

Aus diesem Grund ist es wahrscheinlich, dass etwaige Entscheidungen eher im Europäischen Datenschutzausschuss getroffen werden.

Insgesamt soll die DGSVO die Durchsetzung der Rechte der Bürger*innen erleichtern und den „Datenschutz-Flickenteppich“ (Vgl. Albrecht, Jan Philipp (2015): EU Datenschutzverordnung: Stand der Dinge – 10 wichtige Punkte), (siehe hier)  lösen. Große Konzerne können sich künftig nicht mehr den Luxus herausnehmen, ihren Sitz in dem Mitgliedstaat mit den niedrigsten Datenschutzstandards zu erbauen. Dabei ist es ohne Bedeutung, ob ein Unternehmen tatsächlich ein Produkt aus einem Mitgliedstaat ist, oder von außerhalb im europäischen Markt agiert – innerhalb der EU gelten mit der DSGVO für alle die gleichen Standards und Vorschriften.

Neben der strengeren Überwachung über die Verwendung personenbezogener Daten können Bürgerinnen und Bürger in Zukunft auf die Löschung ihrer Daten beantragen, was ebenso beinhaltet, dass auch Dritte diese Daten löschen müssen. Gleichzeitig soll aber die Meinungs- und Informationsfreiheit nicht eingeschränkt werden. Lediglich im Fall einer rechtswidrigen Veröffentlichung von Daten müssen die Verantwortlichen auch dafür Sorge tragen, dass jegliche Kopien dieser Daten ebenfalls gelöscht werden.

Grundsätzlich sieht die DSGVO vor, dass die Bürgerinnen und Bürger über die Verarbeitung ihrer Daten informiert werden und dieser außerdem aktiv zustimmen müssen. Ein einfacher Informationshinweis genügt zukünftig nicht mehr.

Das Europäische Parlament fordert darüber hinaus eine erhöhte Verständlichkeit von Informationshinweisen über die Datenverarbeitungen für den Durchschnittsbürger. Dies bringt mit sich, dass die Verarbeiter von Daten künftig datensparsam arbeiten und sich auf tatsächlich benötigte Daten beschränken müssen.

Gegen die DSGVO ist trotz des mit ihr einhergehenden erhöhten Datenschutzstandards auch viel Kritik geäußert worden: So sieht die CDU eine Gefahr für Mittelständler, die nicht genügend auf die neue Regelung vorbereitet sind. Sie würden von dem neuen Gesetz unverhältnismäßig stark belastet, so der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger. Daher schlägt er vor, weiterhin etwaige Vergehen, die unter Umständen aus Unkenntnis der genauen Sachlagen entstehen könnten, „erst [zu] verwarnen, statt [zu] bestrafen“.

Insgesamt bleibt abzuwarten, welche Neuerungen genau die DSGVO für den Normalbürger mit sich bringt. Fakt ist jedoch, dass in Zeiten der „Mass Data“ ein wichtiger Schritt in Richtung erhöhter Datensicherheit und weg vom transparenten Glasbürger gemacht worden ist, den manche vielleicht in seiner Konsequenz, ob positiv oder negativ, unterschätzen mögen.

Wenn Sie mehr über das Thema erfahren möchten, klicken Sie hier!

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung in voller Länge können Sie hier einsehen.

Zudem gibt es einen Leitfaden der Kommission zur unmittelbaren Anwendbarkeit der Datenschutz-Grundverordnung ab 25. Mai 2018

Hier noch ein kleines Filmchen mit der Datenschutzseite der EU

Da im Konkreten noch viele Fragen offen sind und Vereine, Handwerksbetriebe und Kleinunternehmer stark verunsichert sind, hier einige hilfreiche Informationen.

Allgemeine Infos des mdr

Informationen des Bayerischen Landesdatenschutzbeauftragten

  1. Einführung und Überblick
  2. Begriffe und Grundsätze
  3. Rechtmäßige Verarbeitung
  4. Verantwortlicher, Datenverarbeiter

Hier noch einige Hinweise für die Erstellung einer Einwilligungserklärung
Hinweise zur Erstellung Einwilligungserklärung

 

08.05.2018

Studentischer Essaywettbewerb – “1918-2018: Wohin strebt Europa?”

Im Rahmen eines Essaywettbewerbs, organisiert von der Deutschen Gesellschaft e.V. können Europabegeisterte und -interessierte Studierende bis zum 1. September 2018 ihre Ideen und Gedanken zum Thema „1918-2018: Wohin strebt Europa?“ einreichen.

Ein Blick auf die letzten hundert Jahre kann Aufschluss darüber geben, wie sich unsere Zukunft gestalten könnte. In welche Richtung werden wir uns entwickeln? Wie können wir aus der Vergangenheit lernen? Werden wir in Zukunft noch enger zusammenrücken oder doch auseinander driften?

Die besten Beiträge werden nicht nur mit Geldpreisen in einem Gesamtwert von 3.500 € ausgezeichnet, 20 Texte werden außerdem in Buchform publiziert werden.

Mitmachen lohnt sich also! Lasst Euren Gedanken zur Entwicklung unseres Kontinents freien Lauf und gestaltet die Zukunft Europas mit!

Weitere Informationen findet Ihr hier.

 

03.05.2018

EU-Kommission legt Vorschlag für neuen mehrjährigen Finanzrahmen vor

Am Mittwoch, den 2. Mai legte die Europäische Kommission ihren Vorschlag für das langfristige EU-Budget für den Zeitraum von 2021 bis 2017 vor. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sprach von einem „verantwortungsvolle[n] Umgang mit Steuergeldern“. Er betonte, dass auch nach dem Austritt Großbritanniens, die verbliebenen 27 Mitgliedstaaten „in Solidarität miteinander verbunden“ bleiben sollen und eine „neue, ambitionierte Union der 27 gestalte[t]“ werde.

Der neue EU-Haushaltsplan sieht einerseits die Kürzung von Ausgaben in bestimmten Bereichen und andererseits die effektive Nutzung von Mitteln für die obersten Prioritäten der Union vor. Günther Oettinger, EU-Kommissar für Haushalt und Humanressourcen, erklärte, dass die EU-Finanzierung vor allem in jenen Bereichen wachsen solle, in denen „ein einzelner Mitgliedstaat allein keine Lösung finden kann oder in denen ein gemeinsames Handeln einfach effizienter ist.“ Dies betreffe vor allem die Bereiche Forschung, Migration, Grenzkontrolle und Verteidigung. Die Gemeinsame Agrarpolitik, sowie die Kohäsionspolitik sollen hingegen soweit modernisiert werden, dass hier auch trotz finanzieller Kürzungen um jeweils 5 Prozent Fortschritt und Effizient bestehen bleiben.

Die neue Haushaltsplanung sieht, ähnlich der derzeitigen, einerseits 1.135 Mrd. Euro an Beiträgen der Mitgliedstaaten, sowie 1.105 Mrd. Euro an EU-Zahlungsmitteln vor.

Neue Mittel sollen vor allem für die neugesetzten Prioritäten verwendet werden, was beispielsweise Erasmus+ oder dem Europäischen Solidaritätskorps zugutekommen wird. Ziel ist ein modernerer, einfacherer und flexiblerer Haushalt.

Zentral bleibt die Notwendigkeit der Einhaltung der rechtstaatlicher Prinzipien als „Grundvoraussetzung für die Wirtschaftlichkeit der Haushaltsführung und eine wirksame EU-Finanzierung.“ Ein Reformhilfeprogramm, sowie eine Investitionsstabilisierungsfunktion sollen weiterhin reformbereiten Mitgliedstaaten Unterstützung zusagen und für eine Absicherung in Krisenzeiten sorgen.

Ausführlichere Vorschläge zu den einzelnen Sektoren sollen in den kommenden Wochen vorgelegt werden. Die letztendliche Entscheidung über den von der Kommission vorgeschlagenen Haushaltsplan liegt jedoch beim Rat, der mit Zustimmung des Europäischen Parlamentes einen Beschluss fassen wird. Eine abschließende Einigung ist noch vor den Wahlen zum Europäischen Parlament und dem Gipfeltreffen am 09.05.2019 vorgesehen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

08.04.2018

“APP ins EU-Ausland” gibt Antworten

Lust auf einen Trip ins Ausland? Gerne auch ohne die Eltern? Dafür gibt es jetzt den idealen Begleiter – die kostenlose „App ins EU-Ausland.“

Für 15 EU-Länder stehen neun Themenkategorien zur Auswahl. Jugendliche erfahren, welche Regeln im jeweiligen Land zu beachten sind (z. B. beim Alkoholkonsum), aber auch welche generellen Probleme auftreten können und wie diese anzugehen sind (z. B. bei Flugverspätung oder Gepäckverlust). Daneben werden Sehenswürdigkeiten und angesagte Festivals genannt. Da junge Leute wenig Geld haben, gibt es Tipps zum Geld sparen. Eine Checkliste hilft, an alle wichtigen Dinge zu denken.

Das sind die Themen: Freizeit (Ausgehen, Essen gehen, Highlights, Veranstaltungstickets, Geld sparen), Unterkunft (Hotels & Hostels, Ferienwohnung, Bed & Breakfasts, Couchsurfing & Airbnb, Campen), Transport (Flug, Bahn, Bus, Nahverkehr, Fahrrad)

Notfall (Notfallnummer, Handy weg, Geldkarte weg, Gepäck weg), Shoppen (Öffnungszeiten, Einkaufen, Umtausch und Rückgabe), Handy (WLAN, Roaming, Streaming), Gesundheit (medizinische Behandlung, versichert sein, Apotheke), Geld (Währung & Preise, Bargeld, Kartenzahlung), Kurioses (lustige Fakten aus dem Reiseland)

Das sind die Länder: Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Niederlande, Österreich, Polen, Schweden, Spanien, Tschechien, Ungarn und natürlich auch Deutschland

Die App funktioniert übrigens auch offline und ist in allen gängigen AppStores erhältlich – oder direkt hier.

 

05.04.2018

Leben retten auf der Straße: 112-eCall ist seit dem 31.03.2018 für Neuwagen verpflichtend

Ab dem 31.03. müssen alle Neuwagen in der EU mit dem automatischen Notrufsystem „eCall“ ausgestattet sein. Das neue System wählt im Falle eines Unfalls automatisch die gemeinsame europäische Notrufnummer 112 und überträgt den Standort des Fahrzeuges an die Rettungsdienste. Die Zeit bis zum Eintreffen der Retter vor Ort lässt sich so voraussichtlich deutlich verkürzen.

Das eCall-System – das auch manuell ausgelöst werden kann – überträgt nur wesentliche Informationen und speichert oder zeichnet keine Daten auf. Die Kommission hat die eCall-Lösungen der Hersteller bereits in der Gemeinsamen Forschungsstelle getestet und im Januar 2018 Leitlinien für die Typgenehmigungszentren herausgegeben.

Schätzungen zufolge wird sich die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte nach Einführung des 112-eCall-Systems in städtischen Gebieten um 40 Prozent und auf dem Land um 50 Prozent verkürzen. Zudem dürfte sich die Zahl der Straßenverkehrstoten um mindestens 4 Prozent und die der Schwerverletzten um 6 Prozent verringern. Im Jahr 2016 kamen 25. 500 Menschen auf den Straßen der EU ums Leben, weitere 135. 000 wurden schwer verletzt. Um mehr Leben zu retten und ein Europa aufzubauen, das schützt, arbeitet die Europäische Kommission derzeit an einer neuen Reihe von Verkehrssicherheitsinitiativen, die im Laufe des Jahres vorgestellt werden.

Weitere Informationen und Links finden sie Hier.

 

20.03.2018

WiFi4EU – 15.000 EUR für Städte und Gemeinden für die Einrichtung von WiFi-Hotspots

Die Europäische Kommission hat heute das WiFi4EU-Webportal gestartet. Ab jetzt können sich Städte und Gemeinden in ganz Europa vor der ersten Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen Mitte Mai, bei der sie die Möglichkeit haben, EU-Mittel für den Aufbau von kostenlosen öffentlichen drahtlosen Internet-Hotspots zu erhalten, registrieren.

Dieses Programm bietet Städten und Gemeinden Gutscheine im Wert von 15 000 EUR für die Einrichtung von Wi-Fi-Hotspots in öffentlichen Räumen, u. a. in Bibliotheken, Museen, öffentlichen Parks und auf Plätzen. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie hier!

 

20.03.2018

Geburtsstunde des Europäischen Parlaments vor 60 Jahren

Am 19. März 1958 trat die „Europäische Parlamentarische Versammlung“ in Straßburg zusammen. Mit anfangs 142 Mitgliedern bildete sie den Vorgänger des Europäischen Parlaments. Zunächst wurden die Abgeordneten von den Mitgliedsstaaten in die Versammlung entsandt und erst 1979 werden sie direkt von den Bürgern gewählt.

Übrigens: Ende Mai 2019 stehen die nächsten Wahlen zum Europäischen Parlament an – Ihre Chance also, Etwas in Europa zu bewegen!

Heute vertreten 751 Abgeordnete die Interessen der EU-Bürger, wirken an allen europäischen Gesetzgebungsverfahren mit und kontrollieren die Organe der EU. Aus Sachsen-Anhalt sind aktuell Arne Lietz und Sven Schulze im Europaparlament vertreten.

Werfen Sie hier einen Blick in den Plenarsaal und finden Sie Ihre Abgeordneten!

 

12.03.2018

Treffen zwischen EU-Handelskommissarin und US-Handelsbeauftragten

Am 10.03.2018 hat sich Cecilia Malmström, Handelskommissarin der EU, mit Robert Lighthizer, dem Handelsbeauftragten der USA, getroffen. Gegenstand des Treffens waren die Zölle auf Aluminium und Stahl, die Donald Trump jüngst angekündigt und am 08.03. beschlossen hat. Ziel der EU ist es, möglichst umfassende Ausnahmen für EU-Mitgliedsstaaten auszuhandeln. Dazu sollen Gespräche mit Partnern wie Japan, die in einer  ähnlichen Situation sind, geführt werden. Falls nötig, sei die EU auch zu Ausgleichsmaßnahmen bereit; eine Klage vor der WTO wäre der letzte Ausweg.

Grund für die Schutzzölle ist laut US-Regierung die Gefährdung der nationalen Sicherheit durch die Einfuhr Aluminium und Stahl. Diese Darstellung wird von der EU angezweifelt, vielmehr wird davon ausgegangen, dass so die US-amerikanische Industrie vor Konkurrenz geschützt werden soll.

Für mehr Informationen geht es hier zur Meldung der Kommission und zu einem Interview mit dem Wirtschaftswissenschaftler Heiner Flassbeck.

6.3.2018

Europäisches Semester: Reformen der Mitgliedstaaten zahlen sich aus.
Wirtschaft der EU expandiert kräftig!
Die Kommission hat heute ihre jährliche Analyse der wirtschaftlichen und sozialen Lage in den Mitgliedstaaten vorgestellt, zu der auch die Fortschritte bei der Umsetzung der länderspezifischen Empfehlungen gehören. Die europäische Wirtschaft expandiert kräftig und die günstigen Wirtschaftsprognosen machen sich auch durch eine positive Entwicklung des Arbeitsmarktes und Verbesserungen der sozialen Lage bemerkbar – auch dank der Reformen, die die Mitgliedstaaten in den letzten Jahren durchgeführt haben. „Weitere Anstrengungen sind allerdings in allen Ländern erforderlich. Für Millionen Europäer ist das Leben weiterhin ein täglicher Kampf. Deshalb müssen alle Regierungen noch mehr für die Beseitigung von Ungleichheit, Arbeitslosigkeit und prekären Arbeitsbedingungen tun“, sagte Wirtschafts- und Finanzkommissar Pierre Moscovici.

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie hier!

 

7.2.2018
EU-Kommission drängt neun Staaten: Mitgliedstaaten müssen sofort mehr für gesunde Luft tun!
Hauptsächlich Dieselabgase werden für die hohe Belastung der Luft mit Stickstoffioxid verantwortlich gemacht – etwa in vielen deutschen Städten. Die Regierungen von EU-Staaten mit zu hoher Luftschadstoffbelastung müssen „unverzüglich“ alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Lage rasch zu
verbessern. Das hat EU-Umweltkommissar Karmenu Vella Umweltministern aus neun Ländern – darunter Deutschland – eindringlich deutlich gemacht. Die Fristen, um für die Einhaltung der Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid (NO2) zu sorgen, seien seit langem abgelaufen und die Kommission könnejederzeit Klage vor dem Europäischen Gerichtshof erheben, machte Vella klar. Mehr hierzu erfahren Sie hier.

 

 

29.1.2018
Die Europäische Union stellt mit Ihrer Kreislaufwirtschaft / Recycling Plattform eine Internetseite zur Verfügung, die es allen Institutionen und Personen, die sich mit dem Thema in der EU beschäftigen, erlaubt, sich zu vernetzen und auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Hier werden auch EU-weite Tagungen angekündigt. Neben Strategien der EU wird u.a. auch über Best-Practise-Projekte informiert. Ziel ist es die abfallfreie Kreislaufwirtschaft in der gesamten EU möglichst schnell und umfassend Wirklichkeit werden zu lassen.  Hier  gelangen Sie zur Plattform.

 

29.1.2018
EU sucht Wissenschaftler – Wettbewerb eröffnet – die Europäische Kommission (KOM) beginnt ein unbefristetes Ausleseverfahren zur Schaffung eines Bewerberpools, aus dem Vertragsbedienstete eingestellt werden können. Im Rahmen dieses neuen Verfahrens wird die Kommission Aufforderungen zur Interessenbekundungen für unterschiedliche Profile und Funktionsgruppen entsprechen ihrem Bedarf veröffentlichen. Die KOM stellt Vertragsbedienstete sowohl befristet als auch unbefristet ein, um ihre Personalressourcen in verschiedenen Arbeitsbereichen zu erweitern. Weitere Informationen finden Sie  hier  Wenn Sie sich bei der KOM anmelden wollen können Sie dies hier.

 

26.1.2018
In knapp 100 Tagen, ab dem 25. Mai, gilt das neue, strengere und EU-weite Datenschutzrecht. Bislang haben nur zwei Mitgliedstaaten (Deutschland und Österreich) die notwendigen nationalen Gesetze verabschiedet. Die anderen Mitgliedstaaten und viele Unternehmen sind noch nicht ausreichend vorbereitet. Deshalb hat die Kommission heute (Mittwoch) einen Leitfaden herausgegeben, der einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen und die noch ausstehenden Aufgaben gibt. Ergänzend dazu stellt die Kommission ein neues Online-Tool für kleine und mittlere Unternehmen ins Netz. Die Datenschutz-Grundverordnung ermöglicht den freien Datenverkehr im gesamten digitalen Binnenmarkt. Sie wird für einen besseren Schutz der Privatsphäre aller EU-Bürger sorgen und gleichzeitig vor allem für kleinere Unternehmen neue Möglichkeiten eröffnen.
 

26.1.2018
Erster EU-Bildungsgipfel soll Grundlage für einen Europäischen-Bildungsraum schaffen. Mehr erfahren Sie hier.

 

25.1.2018
Tilman Tögel (SPD) zum Mitglied des EUROPÄISCHEN AUSSCHUSS DER REGIONEN (AdR) gewählt. Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat am späten Abend den ehemaligen Landtagsabgeordneten Tilman Tögel zum Nachfolger von Katrin Budde im AdR gewählt. Frau Budde konnte das Mandat nicht weiter wahrnehmen, da sie in den Bundestag gewechselt ist. Der SPD-Politiker hatte dieses Mandat bereits lange Zeit in der Vergangenheit inne gehabt. Der Europa-Experte ist zudem Vorstandsmitglied in der Europäischen Bewegung Deutschlands. Mehr zum Thema Ausschuss der Regionen erfahren sie hier!

 

 

 

UNSERE PRESSEMITTEILUNGEN 

PM_01_Europa_Informationszentren_17.1.2018

PM_02_Meile der Demokratie_19.1.2018

 

 

Januar 15, 2018

Schlagwörter: , , ,